Die Comici-Route (VII- UIAA) durch die steile Nordwand der großen Zinne gehört vom Nimbus her zu den ganz großen Dolomitentouren.

Zu einmalig ist ihre geschlossene Senkrechte, zu lange war ihr das Wörtchen „unmöglich“ angehaftet und zu spektakulär war dann ihre erste Durchsteigung gewesen. Auch in den Dolomiten, die bekannt sind für ihre Steilheit und Ausgesetztheit, gibt es nur wenige Routen, die einen beim Klettern über so lange Strecken so haltlos an die Senkrechte ausliefern wie die Nordwand der Großen Zinne. An dieses Gefühl kann man sich nur schwer gewöhnen und gerade deshalb verspricht die Durchsteigung der Comici-Führe ein unvergessliches Erlebnis mit viel Luft unter den Sohlen und beindruckendem Tiefblick.

Die Absicherung mit teileweise sehr alten Schlaghaken erfordert gute Erfahrung im Standplatzbau sowie im Legen von mobilen Sicherungsgeräten. Die Kletterei selbst ist über acht Seillängen hinweg sehr anstrengend, da anhaltend steil und schwer. Eine der schwierigsten Seillängen befindet sich gleich am Anfang, wo man meistens noch mit etwas klammen Fingern gegen die kühle Morgenluft kämpft. Nach den steilen acht Seillängen wird die Kletterei leichter. Das Gelände in nicht immer ganz solidem Dolomitenfels bleibt aber anspruchsvoll.

Auf dem Gipfel freuen wir uns nach einem anerkennenden Händedruck über die gelungene Klettertour und den fantastischen Rundblick über die gesamten Dolomiten. Der komplizierte Abstieg über den Normalweg der Großen Zinne verlangt nochmals volle Konzentration bis wir wieder den breiten Wanderweg am Fuße der Dolomitenwände erreichen.

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