Eisklettern

  • M. Blanc Tacul
    Mont Blanc du Tacul Nordwand – Chèré Couloir Mont Blanc du Tacul Nordwand – Chèré Couloir

    Mont Blanc du Tacul Nordwand – Chèré Couloir

Mont Blanc du Tacul Nordwand – Chèré Couloir

Steile, gut erreichbare Nordwand im Montblanc-Gebiet. Wer kennt den „Triangel du Tacul“ nicht? Die Nordwand des „Mont Blanc du Tacul“ präsentiert sich in beeindruckenster Weise jedem Bergsteiger, der nach der gemütlichen Auffahrt mit der Aguilles-du-Midi-Seilbahn auf die Aussichtsplattform der Bergstation tritt. Die Wand, die sich in rotem mit Eis durchzogen Granit zeigt, ist fas das ganze Jahr zu machen und ist mit der Seilbahn sehr gut erreichbar. Im rechten Teil der Nordwand führt das „Chèré Couloir“ zum Gipfel des „Triangel du Tacul“. Mit sechs Seillängen und zwei Passagen mit einer Steilheit von etwa 80 Grad verlangt diese Nordwand vom Bergsteiger eine gute Eisklettertechnik.   

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    Crazy Diamond – Eisklettern im Reintal (Südtirol) Crazy Diamond – Eisklettern im Reintal (Südtirol)

    Crazy Diamond – Eisklettern im Reintal (Südtirol)

Crazy Diamond – Eisklettern im Reintal (Südtirol)

Crazy Diamond (WI 5+, M8+) – Eisklettern am beeindruckendsten Eisfall des Reintals. Jeder Eiskletterer, der in die Eiskletterhochburg Rein fährt, wendet seinen Blick auf die faszinierenden Eisformationen an der orografisch linken Seite des Tals. In schwieriger Mixed-und Eiskletterei gelangen dort Kurt Brugger und Philipp Unteregelsbacher an den Eisformationen des „Rastentalfalls“ im Jahre 1999 die Tour „Crazy Diamond“ (WI 5+, M8+). Dieses Jahr hat sich die obere Ausstiegseissäule besonders gut gebildet. Von Bekannten bringe ich Erfahrung, dass auch der Übergang vom Fels zum Eis gut machbar ist. Also wollen wir heute trotz der vorhergesagten niedrigen und somit für schwierige Mixed-Kletterei eher ungeeigneten Temperaturen dem “Verrückten Diamanten“ mit unseren Eisgeräten nahe rücken. Bereits von der Straße aus ist die Route gut einsehbar. Während des bequemen dreißigminütigen Zustiegs werden die Eisformationen dieses Eisfalls immer mächtiger und als wir dann unter der überhängenden Felswand stehen, bleibt unser staunender Blick an den massiven Eiszapfen hängen, die wir nach dem Felsteil überwinden müssen. Die erste Seillänge (M8+) im steilen Fels stellt die Schlüsselstelle des Felsteils dar. Die Kletterei erfolgt über ein überhängendes Risssystem, das einiges an Ausdauerkraft fordert. Der Übergang vom Fels zum Eis erfolgt in luftig ausgesetzter Kletterei an einem weit herunterhängenden Eiszapfen. Bevor wir die Basis der großen Ausstiegseissäule erreichen, müssen wir noch über große Eispilze eine unangenehm kalte Wasserdusche durchklettern. Die Ausstiegseissäule hat sich dieses Jahr besonders gut aufgebaut und steht mit einer massiven Basis da. Sie bietet nochmals Eisklettern vom Feinsten. Über die kühne 40 Meter hohe freistehende Eissäule erreichen wir flacheres Gelände und somit den Ende des Eisfalls. Durch den steilen Wald gelangen wir zum Wandfuß zurück, wo wir nochmals die beeindruckendsten Eisformationen des Reintals bewundern können und uns darüber freuen, die schöne und ausgesetzte Linie [...]

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    Die Kerze – Eisklettern im Pinnistal (Stubai) Die Kerze – Eisklettern im Pinnistal (Stubai)

    Die Kerze – Eisklettern im Pinnistal (Stubai)

Die Kerze – Eisklettern im Pinnistal (Stubai)

Die Kerze (WI6) – Eisklettern an einer imposanten Eissäule im Pinnistal (Stubai). Wenn man unter Eisklettern von einer Kerze spricht, bringt man die Augen seiner Zuhörer zum Leuchten. Im Eiskletterlatein stellt eine Kerze eine freistehende Säule dar. Genau eine solche Säule steht im hintersten Pinnistal, dem Eisklettermekka im Stubaital, und trägt nicht zu Unrecht den prägnanten und bedeutungsvollen Namen „Die Kerze“. Neben den bekannten Touren „Eiszeit“, „Vorhang“, „Gully„ und „Männer ohne Nerven“ ist „Die Kerze“ sicher eine der renommiertesten Touren in dieser Gegend. Die Verhältnisse zum Eisklettern sind gut im Pinnistal. Also machen wir uns früh morgens auf den langen Weg über die Rodelbahn in das Pinnistal. Am Ende der Rodelbahn präsentieren sich auf der orografisch rechten Talseite auch schon die vielen Wasserfälle. Bei „Männer ohne Nerven“ scheint der direkte Einstieg kletterbar zu sein, während die zweite Seillänge nicht die besten Bedingungen aufzuweisen scheint. Der „Vorhang“ präsentiert sich mit einem mächtigen Eisschild und auch “Eiszeit” scheint sehr gute Bedingungen zu haben. Schlussendlich zeigt sich auch „Die Kerze“: Eine beeindruckende Eiskaskade mit einer konstanten Steilheit von 90 Grad über eine Länge von ca. 60 Metern. Mit einer kurze Seillänge erreichen wir den ersten Stand. Die zweite sehr steile Seillänge lässt sich viel besser klettern und absichern als vom Einstieg aus vermutet. Durch die richtige Routenführung an der rechten Begrenzung des Eisfalls stört auch das viele Wasser, das an der linken Seite des Eisfall herunterspritzt nicht sonderlich. Das Eisklettern an dieser Säule ist einfach fantastisch. Es verlangt aber auch eine große Portion an Technik, Kraft und Ausdauer. Die Tatsache, dass der Eisfall relativ gut eingepicklet ist, lässt den sechsten Eisklettergrad etwas leichter erscheinen. Nach einmaligem Abseilen stehen wir wieder am Boden und wenden uns noch den sich [...]

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    King Nothing – Mixed- und Eisklettern am Brenner King Nothing – Mixed- und Eisklettern am Brenner

    King Nothing – Mixed- und Eisklettern am Brenner

King Nothing – Mixed- und Eisklettern am Brenner

King Nothing (WI5+, M6) – Anspruchsvolles Mixed- und Eisklettern am Brenner. Als Möglichkeiten zum Eisklettern am Brenner sind vor allem die Eisfälle „Poseidon“ (WI4+), „Zurück in die Zukunft“ (WI5+) und das „Schwert des Damokles“ (WI6) bekannt. Vor allem das „Schwert des Damokles“, das als mächtiger Eiszapfen über dem Brennersee thront, ist ein begehrten Eisfall bei erfahrenen Eisklettern. Nicht umsonst zählt er zu einem von Andreas Orgler erstbegangenen Extremklassikern. Als anspruchsvolle Mixed-Variante schlängelt sich hingegen die Route „King Nothing“ (WI5+, M6/) in 2 Seillängen, zwischen Fels und Eis, bis auf den Knauf des „Schwertes des Damokles“. Das Eisklettern auf den zwei Zustiegsseillängen, die sich in sehr guten Bedingungen präsentieren, ist sehr abwechslungsreich. Allerdings ist das Eis aufgrund der niedrigen Temperaturen sehr spröde. Immer wieder brechen während des Eiskletterns auch größere Eisschollen aus und fallen rauschend in Tiefe, um am Boden mit klirrendem Getöse zu zerschellen. Den Sichernden stört das wenig, da sein Standplatz abseits der Schusslinie der Eisbrocken, in sicherer Position, errichtet wurde. Nach zwei Seillängen im 4. Schwierigkeitsgrad stehen wir unter mehreren beeindruckenden Eissäulen. Die mächtigste Säule verjüngt sich stark nach unten hin bis sie an ihrer Basis knapp einen halben Meter misst und lässt uns mit Respekt und Demut die volle Bedeutung des Namens „Schwert des Damokles“ bewusst werden. Wir entscheiden uns, dieses fragile Eisgebilde heute nicht unnötig mit unseren Eisgeräten zu stören und wenden uns den weiter rechts herabhängenden Eisstalaktiten zu. Diese Eisformationen werden von der Variante „King Nothing“ genutzt. In anspruchsvoller Mixed-Kletterei, abgesichert mit mobilen Sicherungsgeräten und zwei Schlaghaken, klettern wir anfangs über grasige Risse und brüchigen Fels auf einen kleinen Absatz. Es folgen fünf weitere Klettermeter auf Fels und dünnen Eisglasuren, um auf eine kurze Eissäule weiter links zu gelangen. Von dort [...]

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    Jumbo Jet – Großartige Eislinie im Langental Jumbo Jet – Großartige Eislinie im Langental

    Jumbo Jet – Großartige Eislinie im Langental

Jumbo Jet – Großartige Eislinie im Langental

Jumbo Jet (WI5+) mit Sunnenausstieg (UIAA 6, M7) - Eisklettern im Langental (Gröden, Dolomiten). Der Jumbo Jet ist ein mächtiger Eisfalls im hintersten Langental, einem Seitental des Grödnertals, der jedes Eiskletterherz höher schlagen lässt. Aufgrund seiner nordseitig ausgerichtet Lage bildet sich der Eisfall in den meisten Wintern. Nach großartiger Eiskletterei kann noch der „Sunnenaustieg“ in anspruchsvoller Felskletterei durch eine steile Verschneidung erklommen werden. Der einzige Wehrmutstropfen ist der lange Zustieg. Dieser ist zwar anstrengend aber auch sehr abwechslungsreich, da rechts und links des Tales einige der renommiertesten Eisfälle der gesamten Dolomiten bestaunt werden können. Angelangt auf der Hochfläche inmitten einer atemberaubenden Dolomitenlandschaft zeigt sich hoch oben auch schon der imposante Eisfall „Jumbo Jet“ (WI5+). Die Verhältnisse an der steilen freistehende Säule der zweiten Seillänge scheinen dieses Jahr nicht die besten zu sein. Im direkten Einstieg fehlt besonders viel Eis. Also klettern wir die erste Seillänge über schönes Wassereis links des eigentlichen Eisfalls hoch, um dann über ein Felsband zum Fuße der beeindruckenden freistehenden Eissäule zu gelangen. Die Kletterei über diese freistehende Säule ist steil und anstrengend. Es folgt eine weitere Eisseillänge in perfektem gefrorenem Wasser. Auch die Ausstiegseilängen des „Sunnenausstiegs“ (UIAA 6, M7) verlangen nochmals ein gutes Maß an Klettertechnik mit Eisgeräten und Steigeisen sowie eine gehörige Portion an Kraft. Nach dreiimaligem Abseilen stehen wir wieder am Einstieg und freuen uns über die wunderschöne Bergunternehmung inmitten einer zauberhaften Dolomitenlandschaft.