Felsklettern

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    Les rivières pourpres – Klettern in Taghia (Marokko) Les rivières pourpres – Klettern in Taghia (Marokko)

    Les rivières pourpres – Klettern in Taghia (Marokko)

Les rivières pourpres – Klettern in Taghia (Marokko)

Die Route „Les rivières pourpres“ (7c franz.) gehört sicher zu den besten Touren im marokkanischen Kletterparadies der Taghia-Schlucht. Die Taghia-Schlucht zählt schon seit einigen Jahren zu den schönsten und bedeutendsten Kletterzielen in Marokko. Das perfekte Kalkgestein und das meist stabile Wetter lassen jedes Kletterherz höher schlagen. Besonders beeindruckend ist die 500 Meter hohe Felswand an der Nordseite des Taoujdad, die sich über dem einsamen und nur zu Fuß erreichbaren Berberdorf Taghia erhebt. Durch diese fantastische Wand führt die Route „Les rivieres purpures“, die zu Recht als eine der schönsten Touren in diesem Kletterparadies gilt. Der Grund für diese Tatsache lässt sich vor allem in dem bombenfesten Fels dieser leicht überhängenden Wand finden. Aber auch die homogenen Schwierigkeiten geben dieser Route eine besondere Anziehungskraft. Der Zustieg zur Klettertour führt durch eine enge Felsschlucht, in der immer wieder über abenteuerliche Berbersteige balanciert werden muss. Die Route ist relativ gut mit Bohrhaken abgesichert. Vor allem in den leichteren Seillängen muss aber auch mal ca. 7 Meter über dem letzten Bohrhaken geklettert werden. Die Schlüsselseillänge befindet sich am Ende der Kletterschwierigkeiten und verlanget nochmals eine ordentliche Portion Ausdauer. Nach den steilen Seillängen wird die Kletterei leichter. Das Gelände bleibt aber anspruchsvoll. Auf dem Gipfel freuen wir uns nach einem anerkennenden Händedruck über die gelungene Klettertour und den fantastischen Rundblick über die marokkanischen Bergwelt des Hohen Atlas. Der Abstieg über den Normalweg verlangt nochmals volle Konzentration bis wir wieder den Wanderweg zum schön gelegenen Berber-Dorf Taghia erreichen.

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    Moderne Zeiten – Klettern an der mächtigen Marmolada Südwand Moderne Zeiten – Klettern an der mächtigen Marmolada Südwand

    Moderne Zeiten – Klettern an der mächtigen Marmolada Südwand

Moderne Zeiten – Klettern an der mächtigen Marmolada Südwand

Die Route “Moderne Zeiten” (VII+ UIAA) an der Marmolada Südwand steht für modernes Freiklettern in großen alpinen Wänden. Die Erstbegeher Heinz Mariacher und seine Freundin Louisa Iovane haben mit “Moderne Zeiten” an der Marmolada Südwand aufgezeigt, dass Erstbegehungen nicht notwendigerweise mit einer Bohrhakenleiter erfolgen müssen. Aufgrund der harten Bewertungen und der weiten Hakenabstände, hat die Tour ihre Anziehungskraft bis heute nicht verloren. Die unübersichtliche Routenfindung und die vielen Seillängen erfordern ein zügiges Klettern. Um halb fünf Uhr morgens machen wir uns auf dem Weg, um im Schein der Stirnlampe den Weg zum Wandfuß der Marmolada Südwand zu finden, die sich unter dem Sternehimmel steil über uns erhebt. Noch in der Morgendämmerung klettern wir mit klammen Fingern und bei sehr spärlicher Absicherung über den glatten und sehr kompakten Fels der leicht überhängenden VIII- Verschneidung. Nachdem wir diese erste sehr anspruchsvolle Seillänge bewältigt haben, suchen wir nun den Weg durch den wunderschönen wasserzerfressenen Fels. Die Wegfindung ist nicht zu unterschätzen, da die Route sehr oft über geschlossene Platten und Wasserlöcher führt und nicht einem logischen Risssystem folgt. Trotzdem darf auf den 27 Seillängen keine Zeit verloren werden und immer wieder bemühen wir uns, zügigen weiter zu klettern. Vor dem Band klettern wir noch in fantastischer Kletterei über eine sehr kompakte und äußerst schwer abzusichernde 6c+ Platte mit einer eindrücklichen Wasserrille. Der obere Teil der Route zieht steil über rötliche, wasserzerfressene Felsen nach oben. Die mit dem Schwierigkeitsgrat V bewerteten Seillängen verlangen eine sehr gute Klettertechnik und die Routenführung wird immer unübersichtlicher. Die Schwierigkeiten halten bis zu den letzten Seillänge an und erfordern eine gute Ausdauer. Es bleibt spannend bis zum letzten Meter, denn der Ausstieg wartet nochmals mit einigen Seillängen im Schwierigkeitsgrat VII auf. Endlich stehen wir [...]

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    Comici – Klettern in der steilen Nordwand der großen Zinne Comici – Klettern in der steilen Nordwand der großen Zinne

    Comici – Klettern in der steilen Nordwand der großen Zinne

Comici – Klettern in der steilen Nordwand der großen Zinne

Die Comici-Route (VII- UIAA) durch die steile Nordwand der großen Zinne gehört vom Nimbus her zu den ganz großen Dolomitentouren. Zu einmalig ist ihre geschlossene Senkrechte, zu lange war ihr das Wörtchen „unmöglich“ angehaftet und zu spektakulär war dann ihre erste Durchsteigung gewesen. Auch in den Dolomiten, die bekannt sind für ihre Steilheit und Ausgesetztheit, gibt es nur wenige Routen, die einen beim Klettern über so lange Strecken so haltlos an die Senkrechte ausliefern wie die Nordwand der Großen Zinne. An dieses Gefühl kann man sich nur schwer gewöhnen und gerade deshalb verspricht die Durchsteigung der Comici-Führe ein unvergessliches Erlebnis mit viel Luft unter den Sohlen und beindruckendem Tiefblick. Die Absicherung mit teileweise sehr alten Schlaghaken erfordert gute Erfahrung im Standplatzbau sowie im Legen von mobilen Sicherungsgeräten. Die Kletterei selbst ist über acht Seillängen hinweg sehr anstrengend, da anhaltend steil und schwer. Eine der schwierigsten Seillängen befindet sich gleich am Anfang, wo man meistens noch mit etwas klammen Fingern gegen die kühle Morgenluft kämpft. Nach den steilen acht Seillängen wird die Kletterei leichter. Das Gelände in nicht immer ganz solidem Dolomitenfels bleibt aber anspruchsvoll. Auf dem Gipfel freuen wir uns nach einem anerkennenden Händedruck über die gelungene Klettertour und den fantastischen Rundblick über die gesamten Dolomiten. Der komplizierte Abstieg über den Normalweg der Großen Zinne verlangt nochmals volle Konzentration bis wir wieder den breiten Wanderweg am Fuße der Dolomitenwände erreichen.

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    Alfa und Omega – Fantastisches Alpin-Klettern am Sellastock (Meisules) Alfa und Omega – Fantastisches Alpin-Klettern am Sellastock (Meisules)

    Alfa und Omega – Fantastisches Alpin-Klettern am Sellastock (Meisules)

Alfa und Omega – Fantastisches Alpin-Klettern am Sellastock (Meisules)

Durch die Meisules dla Biesces wurde im Jahr 2007 die Route „Alfa und Omega“ (VIII+/XI- UIAA) eröffnet. Wie alle anderen Routen an dieser Wand zeichnet sich auch diese Tour durch zwei Merkmale aus: alpinistisch anspruchsvolle Absicherung und perfekter Fels, der fantastische Kletterbewegungen erlaubt. Man erklettert löchrige Platten, steile Risse und anspruchsvolle Wandpassagen. Hier schlägt jedes Kletterherz höher. Die erste Seillänge führt über eine löchrige schwarze Platte direkt zum Stand der Schlüsselseillänge. Diese führt mit einer Länge von unglaublichen 55 Metern auf einen ausgesetzten Pfeilerkopf. Neben einer guten Portion Ausdauer und einer ausgefeilten Klettertechnik verlangt diese Seillänge vor allem sehr viel Erfahrung beim Umgang mit mobilen Sicherungsgeräten. Die Kletterei präsentiert sich vom Feinsten und der bombenfeste Fels lässt die obligatorischen Kletterpassagen und die doch recht weit voneinander entfernt liegenden mobilen Zwischensicherungen erträglicher erscheinen. Berauschend schöne Kletterei bietet auch die zweite Seillänge, die nochmals höchste Konzentration verlangt, um den richtigen Weg durch dieses Meer von steilen Felsplatten zu finden. Danach nehmen die Schwierigkeiten etwas ab und in schöner Genusskletterei erreichen wir den Gipfel der Meisules dla Biesces. Die Freude über diese schöne Kletterei ist uns in das Gesicht geschrieben und lässt keinen Zweifel aufkommen, dass diese Tour sicherlich ein weiteres Highlight am Sellastock darstellt.

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    Geschweifter Kamin – Klettern in der Südwand des Sas Ciampac Geschweifter Kamin – Klettern in der Südwand des Sas Ciampac

    Geschweifter Kamin – Klettern in der Südwand des Sas Ciampac

Geschweifter Kamin – Klettern in der Südwand des Sas Ciampac

Das Klettern in der Südwand des Sas Ciampac, über die Route “Geschweifter Kamin”, ist ein besonders Vergnügen. Die Südwand des Sas Ciampac ragt majestätisch über den grünen Almwiesen des Grödnerjoches empor. Die imposanten Pfeiler, die diese Wand von ihrem Wandfuß bis zum Gipfel durchziehen, erreichen dabei eine Höhe von knapp 500 Metern. Durch einen dieser beeindruckenden Pfeiler zieht in eleganter Routenführung die Kletterroute „Geschweifter Kamin“ (IV+). Kurz vor dem Gipfel muss noch einmal ein abenteuerlicher Durchschlupf hinter einem großen Klemmblock überwunden werden. Der Gipfelrundblick auf die umliegenden Dolomiten kann in aller Ruhe genossen werden, denn der Abstieg führt über einen angenehmen Wanderweg in herrlicher Dolomitenlandschaft zurück zum Grödner Joch.